„Afrika braucht Medikamente – jetzt!“

1. Dezember 2004: Aidsschlaufe mit 6000 Kerzen vor dem Bundeshaus Bern

Mit dieser Kampagne forderte die BMI zusammen mit HEKS einen grösseren Schweizer Beitrag an den globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. Die Pharmaindustrie wurde aufgerufen, ihre Preise zu reduzieren und Patentrechte zu relativieren. Zudem suchten BMI und HEKS Kontakt mit den Kirchen, um das freie Sprechen über Sexualität zu fördern und alle Methoden zu akzeptieren, welche die Übertragung des HI-Virus verhindern.

Am 1. Dezember 2005 überreichten BMI und HEKS gemeinsam eine Petition mit 27 000 Unterschriften dem Bund, den Kirchen und der Pharmaindustrie. Noch im Dezember 2005 reichten 35 Nationalrätinnen und Nationalräte sowie zehn Vertreter/-innen des Ständerats in beiden Räten eine Motion ein, die verlangte, das der Schweizer Beitrag am globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria von 5 auf 25 Millionen Franken erhöht werde. Sowohl

National- als auch Ständerat stimmten der Motion zu. In der Budgetdebatte 2006 stimmte dasselbe Parlament allerdings gegen die Erhöhung. Ein Grund mehr, dass sich die BMI in der Folge mit anderen Organisationen zusammentat und mehr Entwicklungshilfe forderte – mit der Kampagne „0,7% – Gemeinsam gegen Armut“.

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