Gemeinsam gegen Armut
200 000 Menschen haben im Jahr 2007 die Kampagne "0,7% – Gemeinsam gegen Armut" unterschrieben, die Bundesrat und Parlament auffordert, die Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens zu erhöhen. Auch die BMI war an der Kampagne beteiligt, zusammen mit rund 60 anderen Schweizer Organisationen.
Sportlich trat die BMI mit ihrer eigenen Aktion am 6. Dezember 2007 an die Öffentlichkeit. Mit Jean-Michel Tchouga und Mauro Lustrinelli hatte sie nicht nur zwei bekannte Stürmer des FC Luzern eingeladen, sondern auch zwei Menschen, die glaubwürdig die Ziele der Kampagne vertreten konnten. "Für mich", sagte Mauro Lustrinelli, "ist der weltweite Kampf gegen die Armut ein wichtiges Anliegen." Jean-Michel Tchouga kennt Armut aus der eigenen Jugendzeit in Kamerun: "Unsere Familie hatte zwar ein Haus mit fliessend Wasser und Elektrizität. Viele meiner Freunde lebten aber in ärmlichen Behausungen und hatten nicht immer genug zu essen."
Mit einem Torwandschiessen auf dem Kapellplatz in Luzern warben die beiden Ballprofis für die Petition, während Freiwillige bei den Passanten Unterschriften sammelten.
Die Petition „0,7% – Gemeinsam gegen Armut“ wurde am 26. Mai 2008 mit der erstaunlich hohen Zahl von über 200 000 Unterschriften den Behörden in Bern übergeben.
Nach dem Ständerat hat auch der Nationalrat am 12. Dezember 2008 einer Erhöhung der Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit zumindest auf 0,5 Prozent im Grundsatz zugestimmt. Der Bundesrat muss nun einen Vorschlag unterbreiten, wie er das zusätzliche Geld einsetzen will. Erst dann entscheidet das Parlament definitiv über die Aufstockung. Es ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und hat eine lebhafte Debatte über die Wirkung der Entwicklungszusammenarbeit ausgelöst.




