Lebensgrundlagen sichern
Natürliche Ressourcen bewusst und nachhaltig zu nutzen, Konflikte gewaltfrei zu lösen, sich für Gerechtigkeit und Frieden zu engagieren: darin unterstützen unsere Fachpersonen benachteiligte Menschen in Peru. Gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Organisationen vor Ort.
Das "Landesprogramm Peru" beschreibt unsere thematischen Schwerpunkte und Ziele ausführlicher.
Andreas Wettstein, Theologe

Gefangenenseelsorge in Huancayo
"Als Gefangenenseelsorger bin ich nicht Richter, ich beurteile und verurteile nicht. Es freut mich, wenn sich durch Gespräch und spirituelle Begleitung neue Perspektiven für einen Menschen eröffnen."
Partnerorganisation: Pastoral de Dignidad Humana des Erzbistums Huancayo
Luciano Ré, Maschineningenieur, und Rosalía Quispe Ré, Radiojournalistin

Solartechnik in Cusco und Espinar
"Die meisten Menschen in Peru kochen mit Kerosin oder mit Alpaka- oder Schafdung. Der Rauch in den Hütten führt zu Atemwegserkrankungen. Umso wichtiger ist es, die Sonnenenergie fürs Kochen zu nutzen. Hier, auf 4000 Metern, gibt es pro Jahr 360 Sonnentage."
Partnerorganisation: Institut für eine landwirtschaftliche Alternative -IAA
Judith Roth und Othmar Elmiger, beide Sozialarbeiter

"In La Oroya gewinnt eine achtzig Jahre alte Metallhütte Blei, Zink und Kupfer. Viele Kinder leiden hier an Schäden der Atemwege, Nieren-, Magen- und Lungenkrebs. Wir unterstützen den runden Tisch von 150 Organisationen, der sich für nachhaltiges Umweltmanagement einsetzt."
Partnerorganisation: Caritas der Erzdiözese Huancayo
"Kampf für Umwelt und Gesundheit" - Artikel aus Horizonte 2/2009
"Peruanische Hassliebe zum Bergbau" - Artikel aus Neuer Zürcher Zeitung, 1.6.2010
Susanna Anderegg, Sozialarbeiterin und Erwachsenenbildnerin

Begleitung von Bauerngemeinschaften in Cotabambas
"Xstrata, eine der weltgrössten Bergbaufirmen mit Sitz in Zug, Schweiz, erhielt 2004 die Konzession für den Erzabbau in Cotabambas. In den von mir begleiteten Bauerngemeinden löst diese Konzession Hoffnungen auf Arbeitsplätze und Verbesserung der Lebenssituation aus, anderseits aber auch grosse Ängste um ihre Lebensgrundlagen."
Partnerorganisation: Centro andino de Educación y Promoción José María Arguedas, Cusco
"Warum werden unsere Rechte missachtet?", Artikel in Horizonte Juni 2009 (pdf, 116 kB)
Fabian Simeon, Politologe

Internationale Solidaritätsarbeit in Lima
"Für die Zukunft des Landes ist es von grosser Bedeutung, dass das starke Gefälle zwischen Arm und Reich nicht noch grösser wird. Mich interessiert, wo die Vor- und Nachteile von Grossprojekten für die Bevölkerung liegen. Diese sind ganz auf die globalisierte Wirtschaft ausgerichtet. Und was passiert mit dem lokalen Handel, wenn Waren schneller und billiger von Brasilien importiert werden können?"
Partnerorganisation: Forum Solidaridad Perú, Lima
Thomas Steeb, Agronom

Stärkung der Umweltabteilung der Regionalverwaltung
"Die Dezentralisierung in Peru geht voran. Aufgaben und Haushaltgelder werden von Lima an die lokalen Regierungen abgegeben. Ein insgesamt positiver Prozess. Im Team der Umweltabteilung biete ich Fortbildungen an und unterstütze Projekte für Artenvielfalt, Wiederaufforstung und Anpassung an den Klimawandel."
Partnerorganisation: Regionalregierung des Departements Apurímac
Sebastiano Pollock, Umweltingenieur, und Alexandra Le Coq, Erzieherin

Beratung in Wassermanagement
"Das Thema Wassermanagement, das wirtschaftliche, politische und landwirtschaftliche Aspekte beinhaltet, interessiert mich." Gemeinsam mit einem einheimischen Team berät Sebastiano Pollock Kleinbauern, die das Wasser am Unterlauf des Flusses Cunas nachhaltig und effizient nutzen möchten.
Partnerorganisation von BMI und Mission 21: Centro Ecuménico de Promoción y Acción Social, Centro
Koordination der Bethlehem Mission Immensee in Peru

Suzete Moreira-Wachtel, Forstwartin, ist Koordinatorin in Peru. Sie sucht neue Einsatzorte, pflegt den Kontakt mit den Partnerorganisationen und ist zuständig für Monitoring und Evaluation.


