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Röbi Koller besucht Solarprojekt in Peru

Flash Movie.

Der bekannte Fernsehjournalist Röbi Koller hat anfangs Mai unseren Solarfachmann Luciano Rè in den peruanischen Anden besucht. Als Bethlehem-Botschafter hat er mit eigenen Augen gesehen, wie die Solarenergie das Leben der ärmsten Campesinos verbessert.

Sonnenenergie für ein besseres Leben

Pfanne auf Solarkocher: Mann hebt Deckel von Pfanne.
Bei einer Solar-Demonstration prüft ein Mann die Wassertemperatur.

Seit sechs Jahren fördert der Maschineningenieur Luciano Ré die Nutzung von Sonnenenergie in Espinar, Peru. Mit dem Zentrum für landwirtschaftliche Bildung bildet er Bauern aus und baut mit ihnen Solaröfen und Solarduschen. Damit hat er viel dazu beigetragen, dass sich die Solartechnik auch bei den Menschen in abgelegenen Andendörfern durchzusetzen beginnt.

Das peruanische Hochland ist ideal für dieses Projekt: Es liegt auf rund 4000 Metern Höhe und hat 360 Sonnentage pro Jahr. Und Luciano Ré hat ein klares Ziel: Er will die Lebensqualität der Menschen in Espinar durch die Nutzung von Solarenergie verbessern. "Mein Motto ist nicht nur predigen, sondern handeln und zeigen." An seinen Einführungskursen in die Solartechnologie haben schon weit über zwei tausend Frauen und Männer teilgenommen. In diesen Kursen, die er mehrheitlich in den Dörfern hält, erfahren die Teilnehmenden, wie sie mit einfachen Mitteln Wasser, Esswaren und Häuser wärmen können. Gemeinsam bauen sie Solaröfen und Solarduschen. Der Kurs für Sonnenkollektoren findet grosses Interesse, auch wenn er wegen der hohen Kosten von Sonnenkollektoren nur theoretische Kenntnisse vermittelt.

In den Kursen thematisiert Luciano Ré auch die Bauweise der Häuser. Schon allein durch die Ausrichtung nach der Sonne und die richtige Platzierung und Grösse der Fenster kann viel Wärme gespeichert werden. Denn am Tag scheint zwar oft die Sonne, aber die Nächte auf 4000 Metern Höhe sind sehr kalt. Und die Kälte hat gravierende Folgen: Da viele Kinder unterernährt sind, sterben sie häufig an Bronchitis oder Lungenentzündungen. Heizung, Solaröfen, Solarduschen, Gewächshäuser und Wasserdesinfektion sind zentrale Mittel für vielfältigere Ernährung, mehr Hygiene und eine bessere Gesundheit. Doch für den Bau der Anlagen braucht es Geld. Allein das Material für einen Solarkocher oder eine Solardusche kostet vierzig Schweizerfranken. "Das ist viel Geld für Menschen, die oft nur ein paar Alpakas, Schafe und Kühe haben", weiss Luciano Ré.

Seit Neustem setzt sich Luciano Ré vermehrt auf überregionaler Ebene ein. Er unterstützt das "Instituto para una alternative agraria" in Cusco technisch, zum Beispiel mit Zeichnungen von Solarduschen und Fotovoltaikanlagen. Mit seiner langjährigen Erfahrung leistet er kompetente Lobbyarbeit bei der Regierung, damit auch öffentliche Gelder fliessen. Denn die Technologien sollten der breiten Bevölkerung zugänglich sein. Sie verbessern die Lebenssituation der Menschen und wirken so auch der Landflucht entgegen, so die Überzeugung des Maschineningenieur. "Aber es braucht einfach Zeit", sagt er.

Partnerorganisationen

Projektpartner der BMI für den Einsatz von Luciano Ré sind die Prälatur Sicuani sowie die prälatureigene Nichtregierungsorganisation „Centro de Formacion Campesina“ mit Sitz in Espinar.

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