Besuchen Sie uns auch auf

Forstingenieur fördert das Bäumepflanzen

Pia Fleischlin im Wald mit einem Paket in der Hand.
Pia Fleischlin züchtet im Waldboden Mikroorganismen für den Biolandbau.

Mit seiner Partnerin Pia Fleischlin setzt sich der Forstingenieur Rolf Boller für die Aufforstung von kahlen Hängen und den Schutz bestehender Wälder in der Bergregion Bontoc-Lagawe ein. Illegale Holznutzung, Brandrodungen, Waldbrände und schädigende landwirtschaftliche Methoden haben in den vergangenen Jahrzehnten einen grossen Anteil der Baumbestände zerstört. Auch die Bodenqualität und das Grundwasser sind gefährdet.

Vor hundert Jahren bedeckten ursprüngliche, artenreiche Wälder siebzig Prozent des philippinischen Inselstaates. Heute sind es noch fünf Prozent. Die Bäume wurden abgeholzt oder verbrannt. Schlammlawinen gefährden immer wieder Tausende von Menschen, und ist einmal die dünne Humusschicht verschwunden, wird eine Aufforstung schwierig. In Ifugao und Mountain Province, auf der Insel Luzon, ist die Situation besonders schlimm. Rolf Boller erklärt: "In diesem Gebiet wurden die ehemals bewaldeten Hänge so stark abgeholzt, dass der grösste Teil des Humus durch Bodenerosion bereits verschwunden ist." Die beiden Provinzen bilden das Quellgebiet von vier grossen Flüssen. Mehrere Millionen Menschen sind auf diese Flüsse angewiesen, als Trinkwasserversorgung und zur Bewässerung ihrer Reisfelder.

Zu Beginn seines Auftrages konnte der Forstingenieur aus Schwyz auf die weit fortgeschrittene Arbeit seines Vorgängers Jean-Robert Escher aufbauen, der nach vier Jahren mit seiner Familie in die Schweiz zurückgekehrt ist. Rolf Boller unterstützt die lokalen Initiativen der Walderhaltung und der biologischen Landwirtschaft. Dabei besteht die grosse Herausforderung darin, die Wälder schonend zu nutzen, zu schützen und auszudehnen und gleichzeitig für die Bauern Einkommen zu schaffen. "Zuerst pflanzen die Leute vor allem Kaffee- und Orangenbäume. Damit die Arbeit der Bauern schon bald einen Ertrag abwirft, setzen wir Süsskartoffeln und Bohnen zwischen die jungen Bäume." Später werden die Fruchtbäume nach und nach durch einen Mischwald abgelöst. Der nachhaltig genutzte Wald kann dann auch Bau- und Brennholz liefern.

Im Projekt setzt Rolf Boller auch sein Fachwissen als Hydrologe, als Fachmann für den Wasserhaushalt des Bodens, ein. "Mit den Bauern bestimme ich Quellschutzgebiete, damit das kostbare Trinkwasser vor Verschmutzung und die Böden vor Austrocknung, Überweidung und Pestiziden geschützt werden."

Einen nicht minder wichtigen Beitrag zum Projekt leistet Rolf Bollers Partnerin Pia Fleischlin. Die kaufmännische Angestellte unterstützt die lokalen Kooperativen in der Buchhaltung und ist verantwortlich für den Informationsfluss und für Koordinationsaufgaben. "Eines unserer Anliegen ist, dass einheimische Experten das Projekt übernehmen und weiterführen können. Dazu brauchen wir aber ein Kontaktnetz, um das ganze Wissen auszutauschen."

Partnerorganisation Apostolisches Vikariat Bontoc-Lagawe

Die Aufforstung in Bontoc-Lagawe ist ein Projekt des vom Apostolischen Vikariats getragenen "Social Action and Development Center SADC". Fr. Val Dimoc, der Leiter des SADC, ist überzeugt, dass die Wälder nur erhalten werden können, wenn die Menschen in den Basisgemeinden sich als aktive Trägerinnen eines die Schöpfung bewahrenden Denkens verstehen.

Kontaktmailadresse Jetzt direkt online spenden Lageplan spanisch Version kontakt versione italiane version française English version Deutsche Version Sitemap Link zum Inhalt