Vielseitige Ernährung schützt vor Krankheit
Auf der Insel Luzon arbeitet Martin Hungerbühler im Gesundheitsprogramm des Bistums mit und begleitet als Pflegefachmann und Theologe die Vernetzung der „Health-Worker“. Gemeinsam sensibilisieren sie die Bevölkerung für Gesundheitsthemen, damit die Menschen sich besser ernähren und ihrer Gesundheit mehr Sorge tragen.
Die Provinz Pangasinan gehört zu den ärmsten Regionen der Philippinen. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung lebt als Reisbauern in traditioneller Weise. Die Menschen sind arm und ihre Ernährung dementsprechend mangelhaft und einseitig. "Diese Fehlernährung macht sie anfällig für viele Krankheiten. So ist die Tuberkulose sehr verbreitet", sagt Martin Hungerbühler. Die Not ist so gross, dass viele Eltern nicht in der Lage sind, die Kosten für einen Arzt zu bezahlen. Kinder sterben deshalb an banalen Krankheiten wie Durchfall oder Masern.
Martin Hungerbühler ist eingebunden in ein Gesundheitsprojekt der BMI-Partnerorganisation Diözese Alaminos. Es geht darum, insbesondere den Ärmsten den Zugang zur medizinischen Grundversorgung zu ermöglichen. Dieses Programm wird in Zusammenarbeit mit den kirchlichen Basisgemeinden des Bistums durchgeführt und ist in die Pfarreien integriert. Seit Anfang 2007 ist der Pflegefachmann und Theologe aus St. Gallen daran, die Dörfer ins Projekt zu integrieren und weitere lokale Multiplikatorinnen auszubilden und zu betreuen. "Es gibt hier eine Gruppe von Health-Worker. Das sind Menschen, die in einer Gemeinde auf die bestehenden Probleme in der Gesundheitsvorsorge aufmerksam machen und Menschen an Spitäler verweisen", erklärt Martin Hungerbühler weiter.
Er unterrichtet auch Frauen in den Bereichen Hygiene, Gesundheitsvorsorge und Krankenpflege. "Im Landesinnern geben diese Frauen das erworbene Wissen weiter, heilen mit einheimischen Pflanzenpräparaten und erteilen Hygiene- und Kochunterricht." Ausserdem führt Martin Hungerbühler während jeweils sechs Monaten ein Ernährungsprogramm für unterernährte Kinder durch. Die Eltern nehmen daran teil und lernen, sich und ihren Nachwuchs abwechslungsreich zu ernähren und vielseitiger zu kochen. Sie lernen auch Gemüse, Früchte und Heilpflanzen anzubauen und organischen Dünger herzustellen.
Für Martin Hungerbühler stehen immer die Menschen im Vordergrund und er hofft, "dass eine gemeinsame Arbeit mit christlicher Überzeugung eine nachhaltige Sensibilisierung der Menschen für ihre Gesundheit und Lebensqualität ermöglicht".
Partnerorganisation Diözese Alaminos
Die Diözese Alaminos in der Provinz Pangasinan führt Gesundheitsförderungsprogramme durch, welche die Verbesserung der Frauen- und Kindergesundheit in den Dörfern zum Ziel hat. Diese Programme sind in den Aufbau und Entwicklung von kirchlichen Basisstrukturen integriert.




