Corinne
28. Mai 2018

Proteste und Unruhen in Nicaragua

1 Kommentar

Seit Mitte April kommt es in Nicaragua immer wieder zu Protesten gegen die sandinistische Regierung von Präsident Daniel Ortega und seiner Frau Rosario Murillo Ortega, die das Amt der Vizepräsidentin bekleidet. Der Regierung wird Korruption, Bereicherung und Vetternwirtschaft vorgeworfen; sie begegnet den Protestanten mit Repression und Gewalt, die bereits 80 Menschenleben forderte.

 

Die deutsche Bundesregierung hat entschieden, die Teilnehmer des entwicklungspolitischen Freiwilligendienstes „Weltwärts“ aus Nicaragua wieder abzuziehen, weil die Arbeit in kirchlichen und sozialen Programmen durch die Unruhen faktisch verunmöglicht wird.

 

Hier geht es zum ganzen Bericht:

https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2018-05/nicaragua-weltwarts-einschrankung-hilfsarbeit.html

 

Eine Frage an alle künftigen, ehemaligen oder aktuellen Fachpersonen:

Wie soll man als Fachperson reagieren, wenn die politische Situation eskaliert und die zivile Bevölkerung bei Demonstrationen und Protesten derart massiv angegriffen wird, dass es Tote gibt? Anders gefragt: Wo hört der Einsatz auf und wo beginnt er?

nspiegler
31. Mai 2018

Natürlich wertet jeder und jede zunächst gut mit der Partnerorganisation, informierten Einrichtungen und nahestehenden Personen im Projekt die Situation, Wohnlage, Ruf der Partnerorganisation usw. aus, besonders wenn Kinder vorhanden sind. Sofern wir als MitarbeiterInnen der Kirche gelten, sind wir ggf. aus dem Kreuzfeuer und manchmal sogar bei den Protestkämpfern angesehen, wie ich es vielfach erlebt habe. Dass die Arbeit faktisch verunmöglicht sei, muss man auch kritisch befragen. Die Politik der Herkunftsländer reagiert da oft sehr schnell. Manchmal ist das einfache Dableiben für die Bevölkerung bereits ein sehr wichtiger Beitrag ("sie verlassen uns nicht"), sofern das eben geht, und manchmal sind Teile der Arbeit noch gut möglich. Krisenzeiten können sich auch als zeitlich beschränkte Situationen herausstellen. Ansonsten: Abbrechen, oder im Land eine andere Einsatzmöglichkeit suchen, auch als Übergang.

Soweit mein Kommentar, Norbert Spiegler

Aktuelle Beiträge
  • romangnaegi
    19. Mai 2018

    Hallo zusammen Ich heisse Roman und war mit COMUNDO in Burkina Faso. Es freut mich, dass die Website jetzt läuft und wir ein Forum haben! Ich habe gedacht ich starte mal einen Thread mit online-Weiterbildungen, die für uns von Interesse sein könnten. Hier ist zum Beispiel die "SDG Academy": https://www.sdgacademy.org/ Alle Kurse auf der Website sind gratis und behandeln Themen der Entwicklungszusammenarbeit. Man kann auch einzelne Diplome machen, wenn man einen ganzen Kurs durcharbeitet.

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